• Samtgemeinde Aue
  • Geschichtliches aus Bad Bodenteich

    Die Entstehung des Amtes Bodenteich

    Die Entstehung der Ämter ist so u erklären: Die Herzöge konnten ihren immer größer gewordenen Besitz nicht allein von ihrer Residenz aus verwalten. Dazu war das Gebiet zu groß geworden. Das Herzogtum Lüneburg wurde deshalb in Bezirke aufgeteilt, die von herzoglichen Beamten, sogenannten Vögten, verwaltet wurden. Die Vögte suchten sich gewöhnlich die Schlösser, die früher den Rittern gehört hatten, als Amtssitz aus, weil diese eine zentrale Lage hatten. Da Bodenteich ein solches Schloß besaß, wurde es zum Sitz der Vögte und damit zum Amt.
    Die Aufgabe der Vögte bestand darin, die Ländereien zu bewirtschaften, wozu die Bauern verpflichtet waren, an bestimmten Tagen für den Amtshof zu arbeiten. Die Vögte mußten ferner die Abgaben für den Herzog einziehen und abführen. Des weiteren hatten sie Gerichtsbarkeit unter Hinzuziehung von Schöffen in ihrem Verwaltungsbezirk wahrzunehmen.

    Nach einer Beschreibung des Amtes Bodenteich 1770 von dem Lüneburger Zöllner Mahnecke war der Bodenteicher Amtsbezirk etwa 40 km lang, 30 km breit und hatte einen Umfang von etwa 160km. Das Gebiet des Amtes Bodenteich schloß damals das Amt Oldenstadt und die Stadt Uelzen mit ein. Es wurde im Norden von den Ämtern Ebstorf und Medingen begrenzt. Im Westen von den Amtsvogteien Beedenbostel und Hermannsburg, im Süden von den Ämtern Hitzacker, Wustrow, Dannenberg, Lüchow und dem Brandenburgischen Amt Diesdorf. Das Amt Bodenteich bestand zur damaligen Zeit aus drei Vogteien und fünf Feesten. Es gehörten zu ihm die Hausvogtei Bodenteich mit 18 Dörfern (etwa heutiger Standesamtbezirk Bodenteich), die Vogtei Suderburg mit 24 Dörfern, die Vogtei Jarlitz mit 40 Dörfern, sodann die Feest Stadensen mit 14 Dörfern, die Feest Halligdorf mit 13 Dörfern, die Feest Molzen mit 12 Dörfern, die Feest Könau mit 20 Dörfern und die Feest Westerweyhe mit 14 Dörfern.

    Danach unterstanden damals 155 Dörfer dem Amte Bodenteich, worin die Orte Uelzen und Oldenstadt nicht eingeschlossen sind, obwohl sie im Bezirk des Amtes Bodenteich lagen. Zwei Drittel des heutigen Gebietes des Landkreises Uelzen unterstanden dem Amt Bodenteich, wobei die nördliche Amtsgrenze in West – Ost – Richtung nördlich der Dörfer Brambostel – Eimke – Barnsen – Westerweyhe – Ripdorf – Molzen – Masendorf – Oetzendorf – Höver – Weste – Hagen und Boecke verlief. Die Amtsgrenze im Westen, Süden und Osten entsprachen etwa den heutigen Grenzen des Kreises Uelzen, wobei mit der Feest Winterweyhe noch 11 Dörfer des heutigen Kreises Lüchow – Dannenberg zum Amt Bodenteich gehörten.
    1817 löste man das Amt Oldenstadt aus dem Bodenteicher Amtsbezirk heraus und machte es selbständig. Damit gingen 59 Dörfer und einständige Höfe dem Bodenteicher Amt verloren.

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