• Samtgemeinde Aue
  • Geschichtliches aus Bad Bodenteich

    Die Auflösung des Amtes Bodenteich

    Durch die Justizreform von 1852 und 1859 verlor Bodenteich seine bedeutende Stellung als Sitz der Verwaltung und des Amtsgerichts. Am 7. August 1852 hatte König Georg V. von Hannover das Gesetz unterschrieben, daß die Bildung der Amtsgerichte und unteren Verwaltungsbehörden betraf. Der Innenminister Bertram Stüve wollte im Sinne des Freiherrn vom Stein diese Reform der Verwaltung durchführen mit dem Ziel der Trennung von Justiz und Verwaltung. Es wurden aber auch die Amtsbezirke neu eingeteilt. Stüve war für kleine Ämter. Der Bauer sollte nicht allzu weite Wege haben, wenn er auf dem Amte etwas zu erledigen hatte. Schon 1817 war das Amt Oldentsadt aus dem großen Amt Bodenteich herausgelöst worden. Jetzt mußten die Vogtei Suderburg und das Feest Stadensen abgegeben werden. Im Norden mußten einige Teile an das Amt Lüne abgegeben werden, im Osten der Zipfel bei Schnega. Nach der Justizreform von 1852 war das Amt Bodenteich zwar zusammengeschrumpft, aber immerhin blieben Amt und Amtsgericht noch erhalten und brachten noch manchen Vorteil für den Ort.

    Aber nur sieben Jahre dauerte dieser Zustand. Dann kam die Reform des Innenministers von Borris, wonach das alte Amt Bodenteich gänzlich aufgelöst wurde. Im heutigen Kreisgebiet blieben nur die Ämter Oldenstadt, Medingen und Ebstorf bestehen. Obwohl Bodenteich nach seiner früheren Bedeutung berechtigt war, Verwaltungsmittelpunkt zu bleiben, nützten alle Eingaben und Vorstellungen nichts. Diese Maßnahme traf Bodenteich sehr hart. Es trat ein Stillstand in der Entwicklung des Fleckens ein. Bei der Eisenbahneinweihung 1900 soll auf einem Transparent zu lesen gewesen sein:

    Verloren Amt und Amtsgericht, die Eisenbahn Ersatz verspricht

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