• Samtgemeinde Aue
  • Geschichtliches aus Stadensen

    Historischer Leitfaden von Stadensen

    Stadensen: 1142 Stotenhusen oder Stodenhusen: befestigtes Haus eines freien Geschlechts der Stoden oder Stodos; 1330 Stotensen, im 16. Jahrhundert Stattensen. Daraus entwickelte sich der jetzige Name.

    Westlich des Dorfes erstreckte sich vor vielen hundert Jahren ein riesiges Heide- und Waldgebiet, die Magetheide - (abgemähtes oder von Schafherden abgeweidetes Heidland) mit starkem Besatz von Rot- und Schwarzwild. Meistens mehrmals im Jahr wurden von den geistlichen und weltlichen Herren hier Jageden durchgeführt.

    Stadensen war Sammelpunkt, und die Bewohner mussten Herren, Knechte und Hunde kostenlos mit Nahrung versorgen. König Heinrich In Vertretung (1056-1106) schenkte auf Betreiben seiner Mutter, die damals für den erst zehnjährigen Knaben die Regierung führte, "um Unser und Unserer Angehörigen Seelenheil willen" im Jahre 1059 dieses Gebiet dem Bischof von Verden, und dieser übertrug das Waldgebiet westlich des Bornbaches dem Kloster Oldenstadt. Die Mönche des Klosters legten hier, etwa 500 m der heutigen B 4 vom Kilometerstein 48,2, einen ca. 2 Morgen großen Fischteich an und unterhielten auf einer kleinen Insel, die von dem Mönchenteichsbach und einem Quellgebiet eingeschlossen ist, einen Bienenzaun. Der Volksmund glaubt, dass hier eine Raubritterburg gestanden habe. Eine Befestigung wird dort sicher gewesen sein, denn Erdaufschüttungen deuten darauf hin, und man hat dort Backsteine, einen Schleifstein, einige kleine Münzen mit dem bischöflichen Wappen, auch Eisenteile und mehrere Steinäxte gefunden.

    Stadensen hatte im 18. und 19. Jahrhundert die meisten Feuerstellen der näheren Umgebung. Es wurde zu einem kleinen Verwaltungsbezirk bis etwa 1815, Veest genannt, zu dem 13 Dörfer und ein einstelliger Hof (Neumühle) gehörten.

    Straße in Stadensen

    Mitte des 19. Jahrhunderts hatte Stadensen 1 gräfl. Sattelhof, 492 Morgen, 2 Vollhöfe, 3 Halbhöfe, 14 Viertelhöfe, 11 Achtelhöfe. 1802 brannte Stadensen bis auf wenige Gehöfte ab. Zum Schutz gegen Feuersgefahr legte man eine Eichenallee an. Sie trennt beide Fahrbahnen der Hauptstraße voneinander. Wegen Altersschwäche musste sie kurz vor Beginn des 2. Weltkrieges einer Lindenallee weichen. Nach dem Brand entsteht die neue Dorfanlage. Die Straßen laufen parallel; nur die Straße vor dem Bach (Achterstraße) weist einige Krümmungen auf.

    Die Gemeinde Stadensen ist Mitgliedsgemeinde der Samtgemeinde Aue, mit einem fest umrissenen Aufgabenkreis.

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